Ist mit Wasserstoff angereichertes Wasser sicher?
Mit molekularem Wasserstoff (H₂) angereichertes Wasser hat in den letzten Jahren sowohl bei Verbrauchern als auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zunehmendes Interesse geweckt. Eine der häufigsten Fragen lautet: Ist es wirklich sicher zu trinken? Die kurze Antwort lautet: Ja — und hier erfahren Sie warum.
Offizielle Anerkennung durch die FDA (USA)
Am 28. November 2014 hat die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) offiziell anerkannt, dass die Zugabe von Wasserstoff zu Getränken und Trinkwasser vollkommen sicher und zulässig ist. Diese Entscheidung wurde im Rahmen der GRAS-Mitteilung (Generally Recognized as Safe) Nr. 520 getroffen, als Antwort auf eine Anfrage des amerikanischen Unternehmens MitoGene Beverage Company, LLC.
Die FDA kam zu dem Schluss, dass sie auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Daten keine Einwände oder Fragen zur Sicherheit von in Wasser gelöstem Wasserstoff hat. Die offizielle Mitteilung finden Sie im öffentlichen GRAS-Register der FDA.
Forschung in Japan und Südkorea
Japan ist weltweit führend in der Erforschung von molekularem Wasserstoff. Eine bahnbrechende Publikation von 2007 in Nature Medicine mit dem Titel „Hydrogen acts as a therapeutic antioxidant by selectively reducing cytotoxic oxygen radicals" eröffnete ein neues Forschungsfeld. Seitdem wurden mehr als 2.000 begutachtete wissenschaftliche Artikel über die Wirkung von H₂ auf lebende Organismen veröffentlicht.
2016 genehmigte das japanische Gesundheitsministerium Wasserstoff-Inhalationsgeräte als fortschrittliche medizinische Ausrüstung. In Südkorea ist Wasserstoffwasser weit verbreitet und als sicheres funktionelles Produkt reguliert.
Sichere H₂-Konzentrationen
Die Konzentration von gelöstem molekularem Wasserstoff in Wasser wird in Teilen pro Milliarde (ppb) oder Milligramm pro Liter (mg/L) gemessen. Moderne Wasserstoffgeneratoren erzeugen Wasser mit einer Konzentration von 800 bis 5.000 ppb (0,8–5,0 mg/L). Bei diesen Werten verändert Wasserstoff weder den pH-Wert noch den Geschmack oder Geruch des Wassers und verursacht keine bekannten Nebenwirkungen.
Wichtig zu wissen: Molekularer Wasserstoff ist ein natürliches Gas, das unser Körper in kleinen Mengen während der Verdauung produziert — dank der Darmbakterien. Es ist also kein körperfremder Stoff.
Wer darf Wasserstoffwasser trinken?
Es sind keine Gegenanzeigen bekannt. Wasserstoffwasser ist für Erwachsene, ältere Menschen, Sportler und Kinder geeignet. Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel wird jedoch empfohlen, bei Schwangerschaft, Stillzeit oder besonderen Erkrankungen einen Arzt zu konsultieren. Klinische Studien mit älteren Teilnehmern (65+) und Patienten mit verschiedenen Erkrankungen haben keine Nebenwirkungen festgestellt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Wasserstoffwasser kann man pro Tag trinken?
Die meisten Forschungsergebnisse empfehlen 1 bis 3 Liter pro Tag. Eine Obergrenze wurde nicht festgelegt, da überschüssiger Wasserstoff auf natürliche Weise über die Atmung ausgeschieden wird.
Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?
Bislang wurden keine Wechselwirkungen zwischen molekularem Wasserstoff und Medikamenten berichtet. Dennoch wird empfohlen, bei laufender medikamentöser Behandlung Ihren Arzt zu konsultieren.
Kann man Wasserstoffwasser zum Kochen verwenden?
Wasserstoff verflüchtigt sich schnell beim Erhitzen des Wassers. Es wird daher empfohlen, es frisch zu trinken — direkt nach der Erzeugung —, um die Eigenschaften optimal zu nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Wasserstoffwasser und alkalischem Wasser?
Wasserstoffwasser enthält gelöstes molekulares Wasserstoffgas (H₂) und hat einen neutralen pH-Wert. Alkalisches Wasser hat einen hohen pH-Wert, enthält aber nicht unbedingt gelösten Wasserstoff. Das sind zwei völlig unterschiedliche Konzepte — die in über 2.000 Studien untersuchten therapeutischen Vorteile werden ausschließlich dem molekularen H₂ zugeschrieben, nicht dem pH-Wert.