Im März 2021 wurde eine von japanischen Forschern Xiao Li und Nobuhiko Miwa durchgeführte, von Experten begutachtete Studie in der Fachzeitschrift Cells veröffentlicht. Die Studie untersuchte die Auswirkungen von Wasserstoffwasser mit molekularen Wasserstoff-Nanoblasen auf den funktionellen Zustand des Fettgewebes. Die Ergebnisse zeigten ausgeprägte entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen sowie eine Reduktion der Adipogenese – Prozesse, die der Entstehung von Fettleibigkeit, metabolischem Syndrom und verwandten Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugrunde liegen.

Eigenschaften von Wasserstoff-Nanoblasenwasser
Im Gegensatz zu herkömmlichem Wasserstoffwasser, das gelösten molekularen Wasserstoff (H₂) enthält, nutzt diese Formulierung eine Technologie, die Wasserstoff-Nanoblasen mit einem Durchmesser von etwa 100 Nanometern in die Flüssigkeit einbringt. Diese Strukturen zeigen eine bemerkenswerte Stabilität: Langzeitbeobachtungen zufolge verbleiben selbst nach acht Jahren Lagerung bis zu 25 % der ursprünglichen Blasenkonzentration in Lösung. Diese Haltbarkeit macht sie zu einem vielversprechenden Träger für die Wasserstoffzufuhr im Körper.
Biologische Aktivität von molekularem Wasserstoff
Molekularer Wasserstoff kann Zellmembranen frei durchdringen und hochreaktive Sauerstoffspezies (ROS) wie Hydroxylradikale und Wasserstoffperoxid gezielt neutralisieren. Diese Verbindungen verursachen oxidative Zellschäden, lösen Entzündungsprozesse aus und fördern die Lipogenese. H₂ hilft, das Redoxgleichgewicht wiederherzustellen, indem es ROS in Wassermoleküle umwandelt, ohne wichtige Stoffwechselprozesse zu stören.
Studienmethodik
Die Experimente wurden an murinen adipogenen OP9-Zellen sowie an dreidimensionalen Modellen von subkutanem Fettgewebe durchgeführt. Zur Induktion pathologischer Veränderungen wurden folgende Substanzen eingesetzt:
- Wasserstoffperoxid (H₂O₂) – als Auslöser für oxidativen Stress;
- Phorbol-12-myristat-13-acetat (PMA) – zur Stimulation der intrazellulären ROS-Produktion und der Expression entzündlicher Zytokine.

Unter dem Einfluss dieser Substanzen wurden eine erhöhte Lipidakkumulation und eine gesteigerte Sekretion von Interleukin-6 (IL-6) – einem Schlüsselmediator chronischer Entzündungen – beobachtet. Die Zugabe von Wasserstoff-Nanoblasenwasser führte jedoch zu einer signifikanten Reduktion der ROS-Werte, der IL-6-Expression und des Ausmaßes der Lipideinlagerung.
Klinische Relevanz
Die Ergebnisse deuten auf ein hohes Potenzial von Wasserstoff-Nanoblasenwasser als präventive Maßnahme gegen Stoffwechselerkrankungen hin. Seine Ungiftigkeit und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten (orale Einnahme, kosmetische Formulierungen, Nahrungsergänzungsmittel) machen diese Technologie besonders vielversprechend.
Zukünftige Forschungsrichtungen
Die Autoren betonen die Notwendigkeit groß angelegter klinischer Studien mit menschlichen Teilnehmern. Falls Wirksamkeit und Sicherheit in Humanmodellen bestätigt werden, könnte Wasserstoff-Nanoblasenwasser als nicht-invasive und leicht zugängliche Methode zur Behandlung von Stoffwechselstörungen in die klinische Praxis aufgenommen werden.